
Freitag, 12. Juni 2009
Donnerstag, 11. Juni 2009
Montag, 8. Juni 2009
Theaterkritik „Wer ist eigentlich Einar?“
Tja, wer ist eigentlich Einar? Diese Frage nahm sich der DS-Kurs von Herrn Polle sehr zu Herzen und beschloss, diesem einzigartigen Individuum ostdeutscher Staatsbürgerschaft ein gesamtes, abendfüllendes Bühnenspektakel zu widmen. Volle eineinhalb Stunden rührte die vom Kurse selbstgeschriebene und dabei vorzügliche Inszenierung über das bewegte Leben und Wirken des im Jahre 2000 verschiedenen Theater-Virtuosen Einar Schleef das mitgerissene und von Ehrfurcht ob der brillanten schauspielerischen Leistung erfüllte Publikum zu Tränen.
Sowohl Auszüge aus Schleefs veröffentlichten Tagebüchern, hier von Markus Gollum in der Rolle des auf sein Leben zurückblickenden Schleef brillant rezitiert (wobei vor allem der Kirschsuppen-Aspekt als prägend in Erinnerung blieb), als auch nahtlos in das Stück integrierte Szenen aus Schleefs sonstiger literarischer und dramaturgischer Hinterlassenschaft fanden Einzug in diese Auseinandersetzung des Kurses mit der deutsch-deutschen Vergangenheit; bei letzterem glänzten vor allem Franziska Kruse, Stephanie F. und Verena Thema als von der StaSi (repräsentiert durch David Schlechts geniale Interpretation der Rolle eines inte- und arroganten Geheimdienstmitarbeiters) verhörte Angestellte eines Jugenherbergsbetriebes mit Westkontakt.
Aber auch die Kindheit und Jugend Schleefs, die von der Mutter mit bipolarer Persönlichkeitsstörung (fabelhaft: Verena Thema), dem autoritären Vater (famos: Jannik Sykibinsky) und dem donjuanistischen Bruder (grandios: Florian Henning) geprägt war und in die auf eindringliche und beklemmende, fast schon verstörende Art und Weise Einblicke gewährt wurden, fand Einzug in die Inszenierung; dabei prägte sich vor allem durch die sirenengleiche Stimme der beifallswürdigen, nicht willkürlich im Osten Deutschlands verbliebenen Freundin Schleefs (göttlich: Nadja Arger) dem Publikum der Name des Protagonisten ins akkustische Gedächtnis.
Als eine Art Abschied von der Beschäftigung mit der Persönlichkeit Einar Schleef fungierte dessen symbolische Beerdigung in Form des Ausschüttens einer Karre voll Sand (womöglich nicht ganz narrensicher umgesetzt, da nicht verstanden von Frau Starke) durch den Interpreten des juvenilen Einar (nacheifernswert: Marius Steinblech) auf den späten Einar, opalisierend gespielt von Janik Sykibinsky, sowie der vorige, nicht mit Gold aufwiegbare Auftritt Ebrü Özels und Angelique Wüstenfelds als aus dem antiken Drama entlehnter Chor, dem hier eine neue, unersetzliche Funktion zuteil wurde, unter anderem um die dissoziative Identitätsstörung der Mutter zu emphasieren.
Dem Publikum am deutlichsten in Erinnerung blieben wohl die zur weiteren Auseinadersetzung eigens kreierten Moderatoren „Schmob“ (hinreißend: Franziska Kruse) und „Bob“ (den Verhältnissen entsprechend, doch besser als erwartet: Elsa Schmierer), die durch ihre ulkig-fidele Fasson zur frohmütigen Aufheiterung des Stückes beitrugen und wie zwei Herzen in einer Brust einen Kontrapunkt zur schweren Thematik ausagierten.
Auch die spartanische und doch weitläufige Bühnenausstattung, die den Zuschauer auf eine Art Podest hob und ihn qua des so errichteten Abstandes vom Stücke auf gewollt beklemmende Manier vom Geschehen distanzierte, richtete den Fokus auf die insgesamt süperbe Interaktion und -pretation der Figuren; so wurden mit einfachsten Mitteln sowohl Wiederauf-, als auch Mauerbau treffend charakterisiert sowie durch eine digitale Diaschau dem Zuschauer historische Ereignisse nähergebracht. Hierbei ist auch der fulminant-sachliche Auftritt David Jönssons zum unmittelbaren Beginn des Stückes zu erwähnen, der die folgende subjektive Darstellung in herzerfrischend realistischer Weise kontrastierte.
En bloc kann die Inszenierung als ein Kleinod deutscher Theaterkultur gelten, das die Theaterlandschaft des 21. Jahrhunderts zweifelsohne nachhaltig beeinflussen und prägen wird. Bravo! Schade nur, dass sich die Schulleitung nicht zu einem Besuche des Stückes herablassen konnte. Es hätte ihr und dem Schulklima gut getan.
Sowohl Auszüge aus Schleefs veröffentlichten Tagebüchern, hier von Markus Gollum in der Rolle des auf sein Leben zurückblickenden Schleef brillant rezitiert (wobei vor allem der Kirschsuppen-Aspekt als prägend in Erinnerung blieb), als auch nahtlos in das Stück integrierte Szenen aus Schleefs sonstiger literarischer und dramaturgischer Hinterlassenschaft fanden Einzug in diese Auseinandersetzung des Kurses mit der deutsch-deutschen Vergangenheit; bei letzterem glänzten vor allem Franziska Kruse, Stephanie F. und Verena Thema als von der StaSi (repräsentiert durch David Schlechts geniale Interpretation der Rolle eines inte- und arroganten Geheimdienstmitarbeiters) verhörte Angestellte eines Jugenherbergsbetriebes mit Westkontakt.
Aber auch die Kindheit und Jugend Schleefs, die von der Mutter mit bipolarer Persönlichkeitsstörung (fabelhaft: Verena Thema), dem autoritären Vater (famos: Jannik Sykibinsky) und dem donjuanistischen Bruder (grandios: Florian Henning) geprägt war und in die auf eindringliche und beklemmende, fast schon verstörende Art und Weise Einblicke gewährt wurden, fand Einzug in die Inszenierung; dabei prägte sich vor allem durch die sirenengleiche Stimme der beifallswürdigen, nicht willkürlich im Osten Deutschlands verbliebenen Freundin Schleefs (göttlich: Nadja Arger) dem Publikum der Name des Protagonisten ins akkustische Gedächtnis.
Als eine Art Abschied von der Beschäftigung mit der Persönlichkeit Einar Schleef fungierte dessen symbolische Beerdigung in Form des Ausschüttens einer Karre voll Sand (womöglich nicht ganz narrensicher umgesetzt, da nicht verstanden von Frau Starke) durch den Interpreten des juvenilen Einar (nacheifernswert: Marius Steinblech) auf den späten Einar, opalisierend gespielt von Janik Sykibinsky, sowie der vorige, nicht mit Gold aufwiegbare Auftritt Ebrü Özels und Angelique Wüstenfelds als aus dem antiken Drama entlehnter Chor, dem hier eine neue, unersetzliche Funktion zuteil wurde, unter anderem um die dissoziative Identitätsstörung der Mutter zu emphasieren.
Dem Publikum am deutlichsten in Erinnerung blieben wohl die zur weiteren Auseinadersetzung eigens kreierten Moderatoren „Schmob“ (hinreißend: Franziska Kruse) und „Bob“ (den Verhältnissen entsprechend, doch besser als erwartet: Elsa Schmierer), die durch ihre ulkig-fidele Fasson zur frohmütigen Aufheiterung des Stückes beitrugen und wie zwei Herzen in einer Brust einen Kontrapunkt zur schweren Thematik ausagierten.
Auch die spartanische und doch weitläufige Bühnenausstattung, die den Zuschauer auf eine Art Podest hob und ihn qua des so errichteten Abstandes vom Stücke auf gewollt beklemmende Manier vom Geschehen distanzierte, richtete den Fokus auf die insgesamt süperbe Interaktion und -pretation der Figuren; so wurden mit einfachsten Mitteln sowohl Wiederauf-, als auch Mauerbau treffend charakterisiert sowie durch eine digitale Diaschau dem Zuschauer historische Ereignisse nähergebracht. Hierbei ist auch der fulminant-sachliche Auftritt David Jönssons zum unmittelbaren Beginn des Stückes zu erwähnen, der die folgende subjektive Darstellung in herzerfrischend realistischer Weise kontrastierte.
En bloc kann die Inszenierung als ein Kleinod deutscher Theaterkultur gelten, das die Theaterlandschaft des 21. Jahrhunderts zweifelsohne nachhaltig beeinflussen und prägen wird. Bravo! Schade nur, dass sich die Schulleitung nicht zu einem Besuche des Stückes herablassen konnte. Es hätte ihr und dem Schulklima gut getan.
Die Erfindung
Naja Madame, du wirst schon seh'n
Mit diesem rezessive Gen
Kann man Affenmenschen und
Krokodile ohne Mund
Versteh'n.
Mit diesem rezessive Gen
Kann man Affenmenschen und
Krokodile ohne Mund
Versteh'n.
Sonntag, 24. Mai 2009
Auf Tuchfühlung mit dem Symphonieorchester, oder: Die grottenschlechte Katze (bügeln)
"Lass das sein!", raunte der dicke Mann das perspektivlose Tier an, das im Begriff war, sich von der Scheune in den Haustierfreitod zu stürzen. Mit einem roten Besen stach er nach Dascha, so hieß die Katze, traf aber versehentlich einen Passanten. "Himmel hilf!", schrie dieser, lief aber trotzdem vorüber; er war auf dem Weg zum Flughafen.
Eine Stunde später kam die Polizei und plötzlich waren alle im Wald vor der Stadt.
Man veranstaltete ein buntes Ringelrein, und nach kurzer Zeit waren drei von ihnen bewusstlos.
Eine Stunde später kam die Polizei und plötzlich waren alle im Wald vor der Stadt.
Man veranstaltete ein buntes Ringelrein, und nach kurzer Zeit waren drei von ihnen bewusstlos.
Freitag, 3. April 2009
Dienstag, 31. März 2009
Samstag, 28. März 2009
Mittwoch, 3. Dezember 2008
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